Der Weihnachtsgeißbock 🎅🐐

Der richtig wirklich echte Weihnachtsmann (Joulupukki), muss man wissen, lebt gar nicht am Nordpol, sondern in Finnland. Ein bisschen nördlich von Rovaniemi, in Lappland. Dorthin kann man Briefe schicken und ihn sogar ganzjährig besuchen! 🎅🦌🎄

Wilde Jugend

Der Joulupukki (wörtlich übersetzt: Weihnachts-Geißbock) war nicht immer so nett. In früheren Zeiten, so heißt es, waren seine Leibspeisen gekochte Kinder und rohe Rentiere. Mit seinen Hörnern und der pelzigen Gestalt konnte er alle, jung und alt, in Schrecken versetzen. Das erinnert doch sehr an die österreichischen Berchten.

Illustration des Joulupukki, dem Weihnachtsgeißbock, beim „Einsammeln von Nahrung für den Winter“ (Text unten im Bild). Illustration von Lauri Ahonen https://inktank.fi/how-joulupukki-the-finnish-santa-went-from-naughty-to-nice/

Über die genaue Herkunft der Geißen-Gestalt des Joulupukki ist man sich weitgehend unklar. Vermutet wird allerdings ein Mix aus samischen und germanischen Figuren. Winterfestivals wurden damals schon um diese Zeit gefeiert. Da Ziegen damals als wertvolle Tiere galten, die den Wagen von Thor dem Donnergott zogen, verkleideten sich Menschen „festlich“ als Ziegen und zogen von Haus zu Haus und baten um Festmahl-Reste.

Wandel zum Guten

Heutzutage klopft der Joulupukki bei jedem Kind am Abend des 24. Dezember ans Haus und fragt „Gibt es hier brave Kinder?“ Die Kinder rufen natürlich: „Ja hier!“ und der Joulupukki überreicht ein Geschenk aus seinem Beutel. Wenn man Glück hat, erzählt er, wie weit er gereist ist nur um das Geschenk zu überreichen. Aber er kann nicht zu lange bleiben, denn er muss noch zu all den anderen braven Kindern. 😉🎅

Wer in Weihnachtsstimmung kommen will, soll sich von mir übrigens die Netflix-Produktion „Klaus“ ans Herz legen lassen! 🥰❤️ Ein wunderschöner und witzier Animationsfilm darüber, wie „Santa Clause“ entstanden ist, mit einer ordentlichen Prise Tim Burton. Klaus ist in diesem Film übrigens ganz im Joulupukki-Stil nordeuropäischer Herkunft. Nicht nur, weil der Hauptcharakter ganz im Norden der Weltkarte lebt. Der echte Hinweis liegt in der Ethnie des Mädchens Margu. Sie spricht Sami und trägt traditionell samisches Gewand. So eine wahrheitsgetreue Weihnachtsgeschichte verdient doch 3/3 Weihnachtssternen. ⭐⭐⭐

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